Megatrend New Work?

Mittlerweile ist New Work fast überall ein geläufiger Begriff. Insbesondere in den letzten zwei Jahren hat New Work einen enormen Aufwind bekommen. Von allen Seiten hört man es, jedes Unternehmen möchte sich im Sinne von New Work ausrichten. Fakt ist, die Arbeitswelt hat sich verändert. Digitalisierung erleichtert Arbeitsprozesse sowie die Kommunikation im Team. Die Bedürfnisse der Belegschaft ändern sich ebenfalls mit diesem Wandel. Eine flexiblere Arbeitsorganisation und individuelle Räumlichkeiten werden gefordert. Doch was bedeutet New Work nun konkret, ist es gerade nur ein Modebegriff, was sind Kernpunkte und Herausforderungen und ist der Megatrend vielleicht gar nicht so neu?

Trends

Sitzsack, Kicker, Obstkorb

Der Begriff New Work beschreibt den strukturellen Wandel der Arbeitswelt und fasst dabei die modernen und flexiblen Formen sowie Organisationen der Arbeit zusammen. Dabei geht es auch um ein neues Verständnis von Arbeit, welches vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Globalisierung unabdingbar ist. New Work fasst moderne Arbeitsmodelle, innovative und intelligente Arbeitsumgebungen, Flexibilität für die Belegschaft und so viel mehr zusammen, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Dennoch wird dieser große Begriff oftmals auf junge Unternehmen mit Tischfußball und Snackbar im Open Space Office reduziert. Das ist fatal, ist New Work doch ein allumfassendes Konzept, welches unsere Arbeitswelten wirklich nachhaltig verändert.

 

Was sind die wichtigen Kernpunkte der neuen Arbeitswelt

New Work ist der Oberbegriff für viele Veränderungen in den unterschiedlichsten Bereichen. 

Organisation und Methodik

New Work bedeutet in vielen Unternehmen auch New Leadership. Hierarchien werden abgeflacht und eine Vertrauenskultur etabliert. Die neue Aufgabe der Führungsetage liegt nun auch darin, Mitarbeiter:innen in ihrer Eigenverantwortung zu stärken, zu motivieren und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Nicht nur der Führungs- sondern auch der Arbeitsstil wird vor dem Hintergrund von New Work überdacht. Agiles Arbeiten rückt hier vermehrt in den Vordergrund. Auch in puncto Arbeitsorganisation verfolgt New Work einen flexiblen Ansatz. Arbeitszeit- und Ort werden immer individueller. Dass das Homeoffice funktioniert, haben die letzten Jahre gezeigt, zudem überzeugen flexible Arbeitszeiten mit einigen Vorteilen

Digital ist das neue Normal

In Zeiten von Digitalisierung werden viele Arbeitsprozesse vereinfacht und auch die Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen an unterschiedlichen Standorten wird durch digitale Tools erleichtert. Virtuelle Meetings und Brainstormen via Videochat wurden insbesondere in den letzten zwei Pandemie-Jahren zur neuen Normalität. Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten ist nur dann möglich, wenn die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen sind. Ein eigener Laptop und/oder Smartphone gehören zur Standardausstattung eines/einer jeden Mitarbeiter:in. Digitale Tools zur Kommunikation sowie ein internes Cloud-System sind ebenfalls unabdingbar. 

Balance oder Blending?

Während bei der Work-Life-Balance ein Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem angestrebt wird, geht es bei dem neuen Konzept des Work-Life-Blendings vielmehr darum, den Job und das Privatleben gekonnt zu verknüpfen. Eine Trennung zwischen Arbeitszeit und dem “eigentlichen” Leben existiert so nicht mehr, schließlich ist der Beruf ein obligatorischer Teil unseres Alltags. Während der Zugfahrt zum Familientreffen zu arbeiten ist demnach kein Problem, genauso wenig wie ein Arztbesuch am Vormittag. Dank Homeoffice und flexiblen Arbeitszeitmodellen wird das Work-Life-Blending erleichtert. Durch die Aufhebung der klaren Trennung von Freizeit und Arbeit soll mehr Agilität und Freiheit ermöglicht werden, was zur Entlastung der Belegschaft beitragen, aber auch dazu führen kann, dass Einzelperson nicht mehr Abschalten können und gedanklich an der Arbeit festhängen. Das Verschwimmen dieser Grenzen sollte demnach jede:m selbst überlassen sein. Der grundsätzliche New Work-Gedanke hinter diesem Ansatz ist es jedoch eine Kombination aus persönlicher Entwicklung und beruflicher Entfaltung zu erlangen.
 

Arbeitsumgebung

Geht es um New Work hat der Arbeitsplatz selbst einen hohen Stellenwert. So sollen New Work-Arbeitsplätze für alle Bedürfnisse der Belegschaft ausgerichtet sein. Das können kreative Gruppenarbeit, ebenso wie konzentrierte Einzelarbeit und Meetings sein. Diese variablen Aufgaben müssen sich auch in der Gestaltung der Räumlichkeiten wiederspiegeln. Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen können beispielsweise ein Workcafé für den spontanen Austausch, ein Kreativraum für das gemeinsame Ideenfinden, eine Ruhezone zum Pause machen oder konzentriertem Arbeiten oder ein klassischer Konferenzraum sein. Da die Arbeit immer flexibler wird, ist auch das hybride Arbeiten, also der Wechsel zwischen Büro und Homeoffice, mittlerweile normal. Doch auch im Homeoffice sollte man auf professionelle und ergonomische Büromöbel achten, der eigenen Gesundheit zuliebe. Ein weiteres New Work-Konzept, welches sich in den letzten Jahren etabliert hat, sind die Co-Working Spaces. Hier kommen Personen ohne festen Büroarbeitsplatz an einem Arbeitsort zusammen und können in den kreativen Austausch treten. Dank virtueller Tools ist das ortsunabhängige Arbeiten in der heutigen Zeit kein Problem mehr. Dennoch möchten viele ihr Büro nicht missen. Wichtig ist es dann, die Arbeitnehmer:innen in Entscheidungsprozesse rund um die Gestaltung der Arbeitsumgebung mit einzubinden. Das sorgt nicht nur dafür, dass sich die Belegschaft in den individuellen Räumlichkeiten wohlfühlt, sondern fördert auch das Wir-Gefühl.

Offen kommunizieren

Mehr Transparenz ist das A und O der neuen Arbeitswelt. Eine offene interne Kommunikation bildet hierfür den Grundstein. Das sorgt für gegenseitiges Vertrauen und einen verbesserten Informationsfluss. Neben einer erfolgreichen digitalen Kommunikation via Videochat und Mail ist auch der persönliche Austausch unverzichtbar.  

New oder doch gar nicht so neu?

Der New Work wurde von dem Sozialphilosophen Bergmann in den 70er Jahren eingeführt. Mit der neuen Arbeit sollte ein Gegenentwurf zum herkömmlichen Kapitalismus beschrieben werden. Der Fokus der neuen Arbeitsform liegt insbesondere auf Freiheit und Selbstständigkeit, Werte, die New Work heute ebenfalls fordert. Auch wir leben die New Work-Ansätze insbesondere im Bereich Arbeitswelten schon lange. Funktionierende Räume sind die Voraussetzung für zufriedene und motivierte Mitarbeiter:innen, was wiederum gute Ergebnisse hervorbringt. 

 

Trend oder gekommen um zu bleiben?

Auch wenn New Work aktuell der Megatrend schlechthin zu sein scheint, handelt es sich dabei nicht um eine vorübergehende Phase. Vielmehr geht mit New Work zeitgleich ein neues Mindset einher. So hat die neue Arbeit Einfluss auf zahlreiche Faktoren unserer Arbeitswelt. Dazu zählen wie oben beschrieben das Verhalten der Führungskräfte, die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die flexible Gestaltung der Arbeitszeit, das vermehrte Einbeziehen der Mitarbeitenden in Entscheidungen, etc. Um als Unternehmen zukunftsfähig bleiben zu können und Mitarbeiter:innen an sich zu binden, beziehungsweise neue zu akquirieren, ist die Beschäftigung mit dieser Thematik unabdingbar. New Work ist nicht nur ein Trend, welcher sich in Unternehmensbeschreibungen gut liest, sondern die Verwirklichung eines innovativen und menschenfreundlichen Arbeitsumfeldes, welches dabei je nach Organisation individuelle Facetten abdeckt. 

 

Für die Mitarbeiter:innen

Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer:innen stehen bei New Work im Fokus. Durch flache Hierarchien und eine flexible Arbeitsgestaltung wird bereits auf die Belegschaft eingegangen. Gesundheitsfördernde und auf die jeweiligen Anforderungen angepasste Räumlichkeiten spielen in puncto Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen ebenfalls eine große Rolle. New Work bedeutet in vielen Unternehmen mehr Entscheidungsmöglichkeiten für Mitarbeiter:innen, mehr Verantwortung sowie größere Freiräume in der Gestaltung des Arbeitsalltages. Dadurch lassen sich beispielsweise Beruf und Familie besser vereinbaren. Hinzu kommt, dass durch die offene Kommunikation meist auch das Arbeitsklima angenehmer ist und der Teamzusammenhalt gestärkt wird. Aber auch die Arbeitgeber:innen profitieren von den Vorteilen für die Mitarbeiter:innen. Die Angestellten sind zufriedener und motivierter, was wiederum für gute Ergebnisse, mehr Kundenzufriedenheit und eine starke Mitarbeiterbindung sorgt. 

 

Herausforderungen

Flexibles Vernetzen von jedem Ort, Teammeetings am Laptop, ohne die passende Technik funktioniert New Work nicht. Um wirklich im Sinne von New Work zu arbeiten, gilt es also zunächst, die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Gleichzeitig sorgt die Digitalisierung dafür, dass Arbeitsstellen mittlerweile automatisierter Prozesse wegfallen und im Gegenzug dazu neue Jobs für bisher nie dagewesene Aufgaben entstehen. Das Jonglieren mit diesen Tatsachen stellt viele Unternehmen vor eine Herausforderung. Auch die Räumlichkeiten müssen an die neue Art zu arbeiten angepasst werden. Unflexible Einzelbüros oder ewig lange Schreibtischreihen sind nicht mehr zeitgemäß und hindern im schlimmsten Fall den Workflow. Grundsätzlich gilt, dass die Umstellung der Unternehmensorganisation in Richtung New Work eher einem Marathon als einem Sprint gleichen sollte. Wer direkt von Null auf Hundert geht, droht den Überblick zu verlieren oder Teile der Belegschaft auf der Strecke zu lassen. Hierfür ist das Konzept New Work einfach zu allumfassend. Weiterhin muss auch beachtet werden, dass jedes Unternehmen individuell vorgehen sollte. Jede Firma hat Bereiche, deren Erneuerung Vorrang hat, Mitarbeiter:innen haben spezielle Bedürfnisse und Wünsche. Deren Ideen sollten unbedingt in die Change-Prozesse mit eingebracht werden. Das persönliche Einbringen ist meist auch seitens der Führungsetage gewünscht. Für viele Mitarbeiter:innen mag dies zunächst ungewohnt sein, doch das Meistern dieser Herausforderung lohnt sich, schließlich geht es dabei um das eigene Wohlbefinden und ein angenehmes Arbeitsumfeld. Für einige Angestellte können aber auch die flexiblen Arbeitszeiten eine unliebsame Veränderung darstellen. Durch den Wegfall fest vorgeschriebener Zeiten neigen manche zu vermehrten Überstunden und dem Gefühl nicht abschalten zu können, Aspekte wie das Work-Life-Blending verstärken dieses Empfinden. Auch seitens der Führungsetage gilt es den Überblick zu bewahren — wer arbeitet gerade von wo an welchem Projekt? Hybrides Arbeiten erfordert eine gute Organisation. In vielen Fällen lohnt sich bei der Implementierung von New Work im Unternehmen eine professionelle Unterstützung, die Sie in Zeiten dieses großen Wandels begleitet.

 

Bei all dem was New Work zu bieten hat, gilt: sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Bleiben Sie sich und Ihrem Unternehmen treu. Neue Arbeitsformen müssen zu Ihrer Organisation passen, genauso wie neue Räumlichkeiten und alle anderen anderen Veränderungen im Sinne von New Work. Werden die Veränderungen gut und nachhaltig umgesetzt, ergeben sich viele Chancen für ein zukunftsfähiges Unternehmen. Wenn Sie Fragen zum Thema New Work oder der Anpassung Ihrer Räumlichkeiten haben, scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren.

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